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Startseite / Nachrichten / Geländepraktikum zur Pflanzenbestimmung und Ökologie in der Westmátra

Geländepraktikum zur Pflanzenbestimmung und Ökologie in der Westmátra

Dienstag, den 16. Juni 2026 um 14:06 Uhr

In diesem Schuljahr organisierte ich vom 14. bis 16. Mai eine dreitägige Geländeexkursion in den westlichen Teil des Landschaftsschutzgebiets Mátra für meine Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe, die am Biologie-Leistungskurs teilnehmen.

Das grundlegende Ziel war eindeutig: Meine Schülerinnen und Schüler sollten die charakteristischen Waldbestände und Lebensgemeinschaften der ungarischen Mittelgebirge aus nächster Nähe kennenlernen. Ich wollte ihnen ökologische Phänomene, die auch im Unterricht behandelt werden, direkt vor Ort zeigen und ihnen Beispiele verschiedener forstwirtschaftlicher und naturschutzfachlicher Verfahren und Methoden vorstellen, die im Rahmen des ungarischen Naturschutzes angewendet werden.

Eine große Hilfe war dabei, dass ich mehr als zehn Jahre lang als junger Forscher in diesem Gebiet gearbeitet habe. Ich war aktiv an der Ausarbeitung des Vorschlags zur Unterschutzstellung des Gebietes sowie an der Erstellung der Dokumentation des Urwaldreservats beteiligt.

Was haben wir gesehen? Nur einige Beispiele: Wir besuchten wunderschöne montane Buchenwälder, Hainbuchen-Eichenwälder, Erlenauwälder entlang von Bächen sowie das einzige andesitische Schluchtwald-Urwaldreservat Ungarns. Wir waren auf einer Bergwiese und die Schülerinnen und Schüler konnten verschiedene Sukzessionsstadien des Buchenwaldes kennenlernen, darunter Birken- und Silberpappelphasen. Meine Schülerinnen und Schüler begegneten dem Phänomen der ökologischen Unterordnung sowie extrazonalen Vegetationserscheinungen. Sie konnten die drastischen Unterschiede zwischen Kahlschlagwirtschaft und naturnaher, plenterartiger Waldbewirtschaftung hinsichtlich ihrer ökologischen Auswirkungen beobachten und einige Beispiele intelligent durchgeführter Zuwachsförderungsdurchforstungen kennenlernen.

Die Schülerinnen und Schüler lernten Vogelstimmen und das Trommeln von Spechten kennen und machten sich mit charakteristischen Pflanzenarten verschiedener Pflanzengesellschaften vertraut. Sie konnten ein Quellmoor besuchen und sich mit der Benutzung eines Fernglases vertraut machen – aufgeklappt ist das gar nicht so einfach! :) Besonders großen Erfolg hatten die Köcherfliegenlarven sowie die ständig umkippenden oder plötzlich lossprintenden Feuersalamander.

Am letzten Vormittag unternahmen wir noch eine Wanderung zwischen Mátonszentimre und Mátraszentlászló durch einen stimmungsvollen Buchenwald, der gerade von Wolken eingehüllt wurde. Natürlich gab es an den Abenden auch gemeinsame, gemütliche Abendessen sowie zahlreiche Runden UNO und Rikiki.

Aufgrund all dieser Erfahrungen beurteile ich unser gemeinsames Projekt sowohl fachlich als auch pädagogisch als erfolgreich und sehr gewinnbringend.

Ein besonderer Dank gilt der Schulstiftung, die einen erheblichen Teil der nicht unerheblichen Unterkunftskosten der Schülerinnen und Schüler übernommen hat. Dadurch konnten wir in einem hochwertigen Gästehaus mit hervorragender Verpflegung untergebracht werden.

Ich wünsche allen einen schönen Sommer!

József Szirmai
Waldökologe und Biologielehrer

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