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Startseite / Nachrichten / „Zu Gast bei drei Nationalitäten“ - unsere Erlebnisse vom DNG Volkskunde- und Chorcamp im Komitat Bekesch

„Zu Gast bei drei Nationalitäten“ - unsere Erlebnisse vom DNG Volkskunde- und Chorcamp im Komitat Bekesch

Mittwoch, den 12. November 2025 um 10:27 Uhr

Jedes Jahr veranstaltet unsere Schule ihr traditionelles Volkskundecamp in einer anderen Region des Landes, wo auch Ungarndeutsche leben. Dieses Jahr fand es mit dem Chorcamp zusammen in Jula/Gyula im Komitat Bekesch zwischen dem 6. und 10. Oktober statt. Außerdem hatten wir die großartige Möglichkeit, einen Einblick in das Leben der Banater Schwaben in Rumänien durch Charlottenburg und Temeswar zu gewinnen.

Am Montag haben wir uns im Ostbahnhof schon ziemlich früh getroffen. Dann sind wir mit dem Zug nach Jula gefahren. Unsere Unterkunft befand sich in seiner hübschen Altstadt, wir sind dorthin zu Fuß gegangen. Ein paar Minuten später, waren die Zimmer schon aufgeteilt und wir haben unsere Zimmer bezogen. Gleich nachher haben wir das älteste Wohnhaus der Stadt, das Marienhaus in Deutsch-Jula besucht, und danach haben wir in Gruppen an einer Stadtrallye teilgenommen. Alle Gruppen sollten nämlich ein Quiz zum Thema „die Märtyrer von Arad” ausfüllen, die in der Stadt ihre Gefängniszeit verbracht haben, wir haben uns vor ihren Gedenktafeln fotografiert und ihre Nationalität recherchiert.

Morgens haben immer einige Schüler in kleinen Gruppen beim Frühstück geholfen. Die Helfer wechselten sich täglich ab, damit jeder einmal drankommt. Wir hatten aber auch andere tägliche Aufgaben während der Woche. Der Wettbewerb „Foto des Tages“ hat jeden sehr viel Spaß gemacht. Außerdem sollten für Frau Szép jeden Tag mindestens eine Quizfrage abgeben, die wir in unser kleines Notizbuch aufgeschrieben haben, dadurch haben wir besser aufgepasst und viel gelernt.

Am Dienstag haben wir einen interessanten Ausflug nach Elek gemacht, um den neuen ungarndeutschen Lehrpfad zu begehen, bzw. die Mitglieder der Deutschen Selbstverwaltung und des dort aktiven Vereins der Eleker Deutschen kennenzulernen. Im Leimen-Haus haben wir mit Ihnen auch Interviews geführt, u. a. mit Frau Klára Mester, einer Pädagogin, die ursprünglich aus dem Ort kommt. Frau Mester berichtete über den Ablauf des Tages in der Neuen Zeitung ausführlicher. Ihren Artikel können Sie auf den folgenden Link klickend lesen.

Am Mittwoch sind wir nach Temeschwar gefahren, haben das einzigartige Runddorf Charlottenburg besucht und eine lehrreiche Begegnung mit dem letzten einheimischen Schwaben gehabt. Es war auch lustig, wie ein Mitschüler von uns, Lóránt Bokor mithilfe seiner Drohne die bemerkenswerte Dorfform von oben gezeigt hat. Den Nachmittag haben wir in dem märchenhaft schönen Temeschwar verbracht, das nicht ohne Grund auch als „Kleines Wien“ genannt wird. Im Adam-Müller-Guttenbrunn-Haus haben wir vor dem berühmten Stefan-Jäger-Triptychon für unsere Gastgeber gesungen, und bevor wir zurückgefahren sind, hatten wir noch eine kleine Freizeit, das historische Zentrum Temeschwars zu entdecken.

Am Donnerstag haben die Chormitglieder das Geburtshaus des ungarndeutschen Komponisten unserer Nationalhymne Franz Erkel sowie das rumänische Gymnasium „Nicolae Bălcescu“ besucht, um sich mit den Chormitgliedern der Schule zu treffen, rumänische Volkslieder zu lernen bzw. einige ungarndeutsche Volkslieder beizubringen. Währenddessen sind die „Nicht-Chormitglieder“ auf eine Fahrradtour gegangen und haben eine Schifffahrt zum Kreisch-Zusammenfluss gemacht. Später haben alle an der Landesselbstverwaltung der Rumänen an einem multikulturellen Abend teilgenommen, wo wir leckere rumänische Spezialitäten probieren durften und mit gleichaltrigen rumänischen Jugendlichen viel gesungen und getanzt haben. Alle haben den Abschussabend sehr genossen, auch deshalb haben wir unsere neuen rumänischen Freunde zu einem Gegenbesuch eingeladen.

Am Freitag, auf der Rückfahrt nach Budapest, haben wir noch mit den Vertretern der slowakischen Nationalität im Slowakischen Haus von Tschabe/Békéscsaba ein Gespräch gehabt. Sie haben uns vom aktuellen und früheren Leben ihrer Nationalität erzählt. Am Nachmittag sind wir mit dem Zug und mit wahrsinnig vielen schönen Erinnerungen zum Ostbahnhof zurückgekehrt.

Wir bedanken uns bei den Organisatoren des Camps Frau Szép, Frau Győrfi und Herrn Surman-Majeczki sowie bei allen Gastgebern und Teilnehmern für das einmalige Erlebnis! Unser bester Dank gilt auch dem Staatssekretariat für die Beziehungen zu den Kirchen und Nationalitäten im Ministerpräsidentenamt bzw. dem Bethlen-Gábor-Förderfond für die finanzielle Unterstützung des Camps.

Zsófia Eck, Vanda Sághi (Klasse 9.NB)

Über den Camp hat auch die Zeitschrift "Barátság" (Freundschaft) einen Artikel veröffentlicht, der durch diesen Link zu lesen ist...

 

Das DNG-Volkskunde- und Chorcamp 2025 wurde mit der Unterstützung der Ungarischen Regierung im Rahmen des Förderprojekts NTAB-KP-1-2025/1-000032 verwirklicht.

Wir danken für die Unterstützung!

 

Bildergalerie

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