Sprache wählen:

MagyarDeutsch
Címlap Tradition/ Veranstaltung Volkskundecamp Volkskundecamp 2017 in der Branau: „Das Leben auf einem Bauernhof…”
Volkskundecamp 2017 in der Branau: „Das Leben auf einem Bauernhof…”
Dienstag, den 09. Mai 2017 um 06:58 Uhr

Das Deutsche Nationalitätengymnasium hat im Jahre 2014 eine neue Tradition ins Leben gerufen, damit die Schüler den Volkskundestoff nicht nur in den Schulbänken, sondern auch hautnah erleben können. Das erste Camp wurde in Litowr in der Branau organisiert, danach kam Hartian (Komitat Pesth), Hartau (Komitat Batsch- Kleinkumanien) an die Reihe, zum vierten Mal kehrte das Camp in seinen Ursprungsort, in die Schwäbische Türkei zurück.

Besonderer Dank geht an unseren DNG-Alumni, Martin Surman-Majeczki, der - obwohl er schon seit einem Jahr an der Universität studiert - große Hilfe bei der Organisation des Camps geleistet hat. Ihm ist auch dieser Bericht zu verdanken.

Zum Gastgeberort wurde Sawer (Székelyszabar) ausgewählt, wo wir auf dem „Ökogehöft” der Familie Reisz empfangen wurden. Aus diesem Grund war unser Motto „Das Leben auf einem Bauernhof…” auch kein Zufall. Wir wollten in diesen 3 Tagen die bäuerliche, selbstversorgende Lebensweise der Ungarndeutschen unter die Lupe nehmen, wofür dieser Bauernhof besonders geeignet war. Wir haben im „Heuhotel” geschlafen, und auf der Speisekarte standen nur natürliche, selbstgemachte Produkte. Das Programm wurde auch in diesem Sinne zusammengestellt: wir haben das Buttern, das Brotbacken und das Ziegenmelken kennengelernt.

Am ersten Abend konnten die Schüler ihre Volkskundekenntnisse in der Show von mir: „Wer wird schwäbischer Millionär?” auf die Probe stellen. Am Schlussabend haben sie durch unsere Gastgeberin: Frau Jutta „Hexe”: die Stimmung der Walpurgisnächte selber erlebt. Die Geschicktesten wurden sogar zu Hexen geweiht!

Die andere wichtige Zielsetzung von uns war, die Schwäbische Türkei näher zu entdecken, was auch gelungen ist. Jeden Tag haben sie eine andere Branauer Gemeinde besichtigt, um auf unterschiedliche Art und Weise die dort lebenden Ungarndeutschen kennenzulernen. Unser erster Weg führte uns nach Boschok, wo wir durch Frau Ritzl begleitet wurden. Wir haben eine echte Fassbinderei und das örtliche Heimatmuseum besucht. Am nächsten Tag konnten wir dank Frau Berek und Frau Kohl den nagelneuen ungarndeutschen Lehrpfad in Schomberg selbst erfahren. Glücklicherweise haben wir uns im Deutschen Haus auch das kürzlich heimgekehrte Wanderbündel getroffen, und seinen Inhalt untersucht. Zum Abschluss haben wir noch einen einzigartigen Schatz des Landes: Feked durch eine Dorfrallye bewandert. Die alten schön verzierten Langhäuser haben uns einfach verzaubert.

Vielen Dank an Frau Bozzai und an Frau Győrfi, ohne sie das bereits vierte Volkskundecamp des DNGs nicht zustande gekommen wäre! Für mich war es eine Ehre, als Begleiter und Organisator dabei sein zu dürfen!

2018 werden wir eine noch unbekannte Region: entweder das Plattensee-Oberland, oder Westungarn entdecken!

Martin Surman-Majeczki, DNG Alumni

Auf das Bild klickend erscheinen weitere Fotos...

 

Der Volkskundecamp wurde mit der Unterstützung des - im Auftrag des Ministeriums für Humanressourcen (EMMI) vom Verwalter der Unterstützungen für Humanressourcen (EMET) ausgeschriebenen - NEMZ-TAB-17 Ausschreibens verwirklicht. Wir danken für Ihre Unterstützung!